Häufige Fragen

Diese Fakten und Punkte gilt es zu beachten

Gesetzliche Regelung

Am UniversitätsSpital Zürich halten wir uns selbstverständlich strikt an die Vorgaben des Schweizer Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG). Das bestätigen die regelmässig stattfindenden kantonsärztlichen Inspektionen.

Qualitätssicherung

Als universitäres Kinderwunschzentrum verbessern wir laufend die Qualität unserer Behandlungsprozesse. Als Ausdruck unseres Erfolges ist unser Kinderwunschzentrum nach dem Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2015 zertifiziert und unsere Labors nach ISO/IEC 17025 akkreditiert.

Unser Kinderwunschzentrum ist Gründungsmitglied der seit 1993 bestehenden FIVNAT-CH, des nationalen IVF-Datenregisters der Schweiz. FIVNAT-CH sammelt und überprüft im Auftrag des Bundesamtes für Statistik bei allen Schweizer Kinderwunschzentren anonymisiert verschiedene Kennzahlen zu jedem durchgeführten Zyklus. Wir gehören regelmässig zu den Zentren mit den allerbesten Schwangerschaftsraten der Schweiz. Unabhängige internationale Experten kontrollieren periodisch die Richtigkeit der von uns gemeldeten Daten (externe Audits). (FIVNAT Zertifikat)

Psychologische Aspekte und Angebote

Psychologische Aspekte

Für viele Paare ist der Kindersegen eine Selbstverständlichkeit. Daher kann die bohrende Frage, warum das Babyglück gerade bei Ihnen nicht wahr wird, zu einer psychischen Belastung werden.

Mit medizinischer Unterstützung können wir vielen Paaren zu einem Baby verhelfen, was wir in jedem einzelnen Fall trotz unserer Unterstützung immer als Wunder der Natur erleben. Wir wissen aber auch, dass viele Betroffene die Zeit der medizinischen Behandlung mit einem Wechselbad der Gefühle erleben. 

Möglicherweise stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Haben wir etwas falsch gemacht?
  • Was können wir tun, damit sich der Kinderwunsch auch bei uns erfüllt?
  • Wie erreichen wir, dass Bekannte mehr Verständnis für unser Problem haben?

Unsere Partnerschaft und Sexualität wird durch die Kinderlosigkeit und die damit verbundenen Behandlungen belastet. Wie können wir damit besser zurechtkommen?


Psychologische Angebote

Entspannungsverfahren: Ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung ist wichtig für das innere Wohlbefinden. Überwiegen Anspannung und Stress, stört das die natürliche Balance des Körpers. Mit der Anleitung zu einem Entspannungstraining, etwa auf den Kinderwunsch abgestimmten Körperübungen, autogenem Training oder progressiver Muskelrelaxation (PMR) können wir Sie unterstützen und den Erfolg unserer Kinderwunschbehandlung verbessern.

Psychologische Unterstützung: Durch eine Frauenärztin mit der Ausbildung zur körperorientierten Psycho- und Sexualtherapeutin bieten wir Ihnen auf Ihren Wunsch Unterstützung auf seelischer Ebene. So können wir Sie unterstützen, die Belastung zu reduzieren, die durch den unerfüllten Kinderwunsch und die Behandlung entsteht.

Nutzen Sie dieses Angebot, um eine möglichst stressfreie und erfüllende Kinderwunschzeit zu erleben. Termine können Sie gerne unter Tel. 044 255 50 09 oder per E-Mail endo@usz.ch vereinbaren.


 

Wichtige Punkte während der Behandlung

Ungenügende Stimulationsreaktion

Wenn unsere Untersuchungen zeigen, dass im betreffenden Zyklus keine normale Eizellreifung erfolgte, nehmen wir wegen den geringen Erfolgschancen keine Follikelpunktion vor.

Überstimulation

Bei einer Überstimulation handelt es sich um eine zu starke Reaktion der Eierstöcke auf eine normale Hormondosis. In den häufiger vorkommenden leichten Fällen verspürt die Patientin davon nur einen vorübergehend von Luft geblähten Bauch. Eine spezifische Behandlung ist nicht nötig.

In wenigen Fällen (<1:100) ist der Verlauf schwerer und es treten Unterleibsschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf. In einer solchen Situation betreuen wir unsere Patientinnen mit regelmässigen ärztlichen Kontrollen. In jedem Fall verschwinden die Symptome nach wenigen Tagen mit dem Eintreten der Periode. Bei einer Schwangerschaft kann sich die Rückbildung der Überstimulationssymptome allerdings über mehrere Wochen hinziehen. Gelegentlich ist dann ein Spitalaufenthalt nötig.

Operative Komplikationen

Eine Follikelpunktion ist ein operativer Eingriff. In seltenen Fällen kann es zu Verletzungen von Bauchorganen oder Blutgefässen kommen. Dann muss die Ärztin den Bauchraum öffnen und die Verletzung chirurgisch versorgen. Eine solche Komplikation kommt bei weit weniger als 1 von 1000 Punktionen vor. Damit wir für diesen Notfall gerüstet sind, bereiten wir in unserem Kinderwunschzentrum alle Patientinnen auf eine Narkose vor.

Keine Schwangerschaft

Trotz der sehr guten Erfolgsaussichten an unserem Zentrum erzielen wir leider nicht in jedem Behandlungszyklus eine Schwangerschaft. Es ist beispielsweise möglich, dass sich die Eizelle nicht befruchtet oder sich nach der Befruchtung nicht weiterentwickelt. Diese Erschwernis entsteht jedoch nicht durch die Behandlung, sondern sind in erster Linie bedingt durch die allgemein niedrige Fruchtbarkeit des Menschen.

Mehrlinge

Die Übertragung von zwei Embryonen erhöht die Schwangerschaftschance gegenüber dem Transfer von nur einem Embryo. Allerdings kann das zu Zwillingen und in der Folge häufiger zu Frühgeburten führen. Diese Tatsache gilt es zu berücksichtigen beim Entscheid über die Anzahl zu übertragender Embryonen.

Fehlgeburten / Eileiterschwangerschaften

Das Fehlgeburtsrisiko ist nicht erhöht, wenn man das mütterliche Alter berücksichtigt. Ein Eileiterschwangerschaftsrisiko von ca. 5 Prozent besteht, wenn die Eileiter verändert sind.

Fehlbildung / Schwangerschaftskomplikationen

Das Geburtsgewicht von Kindern nach IVF oder ICSI ist etwas geringer als üblich. Es ist möglich, dass das Fehlbildungsrisiko leicht erhöht ist. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Kinder aus den Anfangsjahren der IVF in ihrem späteren Leben möglicherweise häufiger zu höherem Gewicht und Blutdruck neigen. Schwangerschaftskomplikationen – wie z.B. eine Placenta praevia, – kommen ebenfalls etwas häufiger vor. Allerdings ist bekannt, dass viele dieser Probleme mit der ungewollten Kinderlosigkeit an sich im Zusammenhang stehen und nicht mit den Behandlungsmethoden IVF oder ICSI.

Nach einer ICSI können, bei schwerster Einschränkung der Spermaqualität, spezielle Veränderungen des Erbgutes (chromosomale Aberrationen) etwas häufiger vorkommen. Auf Wunsch des Paares kann eine Pränataldiagnostik ab der 11. Schwangerschaftswoche Klarheit verschaffen. Im Weiteren kann nach einer ICSI ein männlicher Nachkomme dieselben Fruchtbarkeitsprobleme aufweisen wie sein Vater.

 

Häufige Fragen und Antworten

Wie lange dauert meine Behandlung?

Ein IVF- oder ICSI-Behandlungszyklus dauert 2 – 3 Wochen. Zusätzlich kommt je nach Protokoll eine Vorbehandlung von 2 – 4 Wochen dazu. Bei der Vorbehandlung ist kein Arztbesuch nötig. Während der hormonellen Stimulation sind 2 – 3 Kontrollen üblich. Die genauen Termine können wir gemeinsam mit Ihnen festlegen, wenn Sie sich am Beginn Ihrer Periode für den Start der IVF/ICSI melden.

Eine Kinderwunschabklärung und -therapie kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Welche Kosten übernimmt meine Krankenkasse bei einer IUI-, IVF- bzw. ICSI-Behandlung?

Wir verstehen, dass die Kosten für viele Paare eine bedeutende Frage ist. Als Patient möchten Sie verständlicherweise im Vorfeld wissen, welche Kosten entstehen und welche Sie selbst zu tragen haben. Wichtig für Sie ist zu wissen, dass die Krankenkassen die Kosten der Abklärung eines unerfüllten Kinderwunsches in der Regel übernehmen. Die Kosten für intrauterine Inseminationen übernehmen die Krankenkassen bei drei Inseminationszyklen. Die Kosten für die IVF und ICSI sind leider in keinem Fall gedeckt (siehe auch Organisation und Kosten). Sie variieren von Kinderwunschzentrum zu Kinderwunschzentrum. Im Erstgespräch werden wir Ihnen aufzeigen, mit welchen Kosten Sie in Ihrer individuellen Situation an unserem Zentrum rechnen müssen (siehe auch Organisation und Kosten). Sie können dabei die Höhe der Kosten über die Wahl der Hormonprodukte mitbestimmen.

Wer betreut mich?

Wir legen grossen Wert auf eine konstante ärztliche Betreuung. Schon bei der Erstbesprechung stellt sich Ihnen die Sie betreuende Kaderärztin vor. Sie ist für Ihre Behandlung, aber auch für Ihre Sorgen sowie die Beantwortung Ihrer Fragen zuständig. Unterstützt wird sie von einer erfahrenen Assistenzärztin sowie von einem kompetenten und einfühlsamen Pflegeteam.

Kann ich mich auch komplementär-medizinisch betreuen lassen?

Selbstverständlich können Sie begleitend auch die Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nutzen. Die TCM kann eine naturwissenschaftliche Therapie ergänzen und so durch Entspannung und emotionalen Ausgleich die Schwangerschaftschance verbessern.

Ergänzungsstoffe sollten Sie während der IVF- und ICSI-Behandlung jedoch nur in Absprache mit Ihrer behandelnden Ärztin einnehmen.

Was sind die Risiken einer IVF- oder ICSI-Behandlung?

Wie jede medizinische Behandlung kennt auch die IVF/ICSI nicht nur Chancen. Antworten zu Ihren Fragen finden Sie im Kapitel «Diese Fakten gilt es zu beachten». Mögliche Risiken erklären wir Ihnen aber auch im Gespräch. Sind Voruntersuchungen nötig, können sie alle unter einem Dach am Universitätsspital Zürich von kompetenten Spezialisten erfolgen.

Kann ich neben einer IVF- bzw. ICSI-Behandlung noch berufstätig sein?

Bei Behandlungsbeginn legen wir mit Ihnen die Besuchstermine fest. Sie wissen mehrere Wochen im Voraus, wann genau Sie zur Kontrolle kommen müssen und wie gross der entsprechende Zeitaufwand dafür ist. Dieses Vorgehen ermöglicht Ihnen eine rechtzeitige Planung, was auch für Ihre Berufstätigkeit wichtig ist.