Ovarielle Stimulation für IVF / ICSI

Ovarielle Stimulation für IVF / ICSI
Embryotransfer


Vor Beginn einer Hormonbehandlung untersuchen wir die Eierstöcke mit Ultraschall. In der Regel folgt anschliessend eine 2- bis 3-wöchige Vorbehandlung mit einem Abkömmling eines Eierstockhormons (Primolut-N®-Tabletten oder Decapeptyl®-Injektionen). Erst dann erfolgt die sog. "ovarielle Stimulation" (vgl. Abbildung), d.h. eine 10 bis 13 Tage dauernde, jeder Patientin individuell angepasste Behandlung mit natürlichen Hormonen (FSH bzw. FSH/LH von verschiedenen Herstellern), welche das Wachstum und die Reifung möglichst mehrerer Eizellen fördert. Dies geschieht in Form von täglichen Injektionen.


Abblauf der ovariellen Stimulation

Um zu verhindern, dass die körpereigenen Hormone die Stimulation stören, wird gleichzeitig ein Abkömmling eines weiteren Hormons, ein sog. "GnRH-Agonist" (z.B. Decapeptyl®) oder GnRH-Antagonist (z.B. Orgalutran®), verabreicht. Je nach Voraussetzung für die Kinderwunschbehandlung kann diese Stimulationsgrundform variieren. 

Die Vorbehandlung und die erste Phase der Stimulation können von Ihnen selbst oder durch Ihren Hausarzt an Ihrem Wohnort durchgeführt werden. Ab dem 8. Stimulationstag (immer an einem Freitag) führen wir die notwendigen Hormonkontrollen und die Ultraschallmessungen bei uns durch.

Die im Blut gemessenen Hormonwerte bestimmen die Dosierung der Medikamente. Ultraschalluntersuchungen kontrollieren das regelrechte Wachstum der Eibläschen. Auf diese Weise können wir den günstigsten Zeitpunkt zur Gewinnung reifer, befruchtungsfähiger Eizellen finden.

Haben die Hormon- und Ultraschallbefunde die nötigen Werte erreicht (meist am 10. oder 11. Stimulationstag), wird die abschliessende Eizellreifung und der Eisprung mit einer Injektion des Hormons hCG (z.B. Ovitrelle® oder Decapeptyl®) ausgelöst. Zwei Tage später führen wir zur Gewinnung der Eizellen eine Follikelpunktion durch.